Blödes und weises Schaf

Andacht zu 1. Petrus 2, 21b-25 für die bayerischen Sonntagsblätter, 10.4.2016

Blödes Schaf.
Orientierungslos, schwach, ängstlich
rennst du jedem hinterher,
der irgendwie Sicherheit verspricht,
und sei es der Wolf selbst.

Blödes Schaf.
Sieh, was du angerichtet hast!
Die halbe Welt brannte,
damals, vor achtzig Jahren,
als du dir einen Führer erkorst.

Tipps für Buchblogger: Cover von buchhandel.de einbinden mit Drupal

Für Buchblogger gibt es leider ein kleines rechtliches Problem: Auch Cover von Büchern sind normalerweise Copyright-geschützt und können nicht unbedingt einfach so im Blog eingebunden werden. Manchmal sind sie auch gar nicht so leicht zu bekommen – insbesondere, wenn man ein Buch als E-Book gelesen hat und nicht einfach das Cover abscannen kann.

Ich kenne zwei mögliche Lösungen: Die erste ist Amazon. Das Partnerprogramm bietet „Widgets“, die einfach in einem iframe in den HTML-Code eingebunden werden. Für jede Bestellung gibt es eine kleine Prämie.

Jesus am Kreuz

Und ich saß

am Fuß der Zeit

und sah

das Leid des Menschenkindes

in einem Strom

an mir vorbei.

Krankheit Tod Krieg Verfolgung Angst Schmerzen Krebs Drogen Schlauchboote U-Boote Kriegsschiffe Bomben Raketen Ausbeutung Hunger Folter Lager Galgen Fäuste Messer Gewehre

Und ich stand auf

himmelwärts

und hoffte

in einem Strom

in mich hinein

aus mir heraus

Liebe Vertrauen Zuneigung Verantwortung Freundschaft Versöhnung Freundlichkeit Heilung Speisung Freiheit Freude Lachen Geburt Leben

Verborgener Gott

Gott, mein Gott,
wo hältst du dich verborgen?

In dieser ganzen Welt
voll Kälte, Krieg und Kummer
sehe ich
dein liebendes Antlitz
nicht.

Menschen sterben, Gott! Sie leiden schreckliche Qualen.
Werden ausgebombt, ertrinken im Meer,
scheitern an Stacheldrahtzaun und fremder Sprache
verlieren
alle Hoffnung.

Gott, mein Gott,
wo hältst du dich verborgen?

In meinem kleinen Leben
voll Krankheit, Sorgen, Angst
sehe ich
dein liebendes Antlitz
nicht.

Gnade dazwischen

ich schwebe
im Nichts

Entwurf? Modell? Ein fertiges Gefäß?
bin ein Dazwischen

zwischen allen Welten.

ziellos erdlos himmellos
nicht hinauf nicht hinab

durch die Taufe Bürger des Lichts
durchs Leben Bürger der Dunkelheit

höre den Aufgang
des Dunkels

weiß, es ist da:
Hunger Leid Krieg

existent und 
kalt und 
bedrückend und 
hier.

harre auf den Aufgang
des Lichts

weiß, es ist da:
Sonne in der Nacht

Es kommt ein Schiff geladen

  1. Es kommt ein Schiff, geladen
    bis an sein' höchsten Bord,
    trägt müde Kameraden,
    die fliehn vor Tod und Mord.
  2. Das Schiff geht still im Triebe,
    es trägt ein teure Last:
    Die Menschen suchen Liebe,
    woll'n sein bei uns zu Gast.
  3. Das Schlauchboot haft' auf Erden,
    da ist das Schiff am Land.
    Voll Hoffnung die Gefährten:
    Zuflucht im Abendland.
  4. Zu Homs im Krieg geboren
    im Schutt ein Kindelein,
    ging es nun nicht verloren:

Weihnachtssegen

Und nun geht. Geht mit Gottes Segen.
Geht hinein ins Dunkel dieser Nacht.
Spürt in allem, was euch dort begegnet,
die Freude, die euch Gott hat zugedacht.

Also geht. Gehet eure Wege.
Füllt die Erde an mit Zuversicht.
Singet laut an gegen alle Zweifel
von dem, der durch dies Kindlein zu uns spricht.

Doch nun geht. Die Nacht ist voller Wunder.
Das Leben ist erschienen uns im Kind.
Es lässt uns ahnen Licht und Fried und Freude
für alle die, die guten Willens sind.