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Jesus am Kreuz

Foto: Julian-Alexander Bauer

Und ich saß

am Fuß der Zeit

und sah

das Leid des Menschenkindes

in einem Strom

an mir vorbei.

Krankheit Tod Krieg Verfolgung Angst Schmerzen Krebs Drogen Schlauchboote U-Boote Kriegsschiffe Bomben Raketen Ausbeutung Hunger Folter Lager Galgen Fäuste Messer Gewehre

Und ich stand auf

himmelwärts

und hoffte

in einem Strom

in mich hinein

aus mir heraus

Liebe Vertrauen Zuneigung Verantwortung Freundschaft Versöhnung Freundlichkeit Heilung Speisung Freiheit Freude Lachen Geburt Leben

Verborgener Gott

Gott, mein Gott,
wo hältst du dich verborgen?

In dieser ganzen Welt
voll Kälte, Krieg und Kummer
sehe ich
dein liebendes Antlitz
nicht.

Menschen sterben, Gott! Sie leiden schreckliche Qualen.
Werden ausgebombt, ertrinken im Meer,
scheitern an Stacheldrahtzaun und fremder Sprache
verlieren
alle Hoffnung.

Gott, mein Gott,
wo hältst du dich verborgen?

In meinem kleinen Leben
voll Krankheit, Sorgen, Angst
sehe ich
dein liebendes Antlitz
nicht.

Gnade dazwischen

ich schwebe
im Nichts

Entwurf? Modell? Ein fertiges Gefäß?
bin ein Dazwischen

zwischen allen Welten.

ziellos erdlos himmellos
nicht hinauf nicht hinab

durch die Taufe Bürger des Lichts
durchs Leben Bürger der Dunkelheit

höre den Aufgang
des Dunkels

weiß, es ist da:
Hunger Leid Krieg

existent und 
kalt und 
bedrückend und 
hier.

harre auf den Aufgang
des Lichts

weiß, es ist da:
Sonne in der Nacht

Es kommt ein Schiff geladen

  1. Es kommt ein Schiff, geladen
    bis an sein' höchsten Bord,
    trägt müde Kameraden,
    die fliehn vor Tod und Mord.
  2. Das Schiff geht still im Triebe,
    es trägt ein teure Last:
    Die Menschen suchen Liebe,
    woll'n sein bei uns zu Gast.
  3. Das Schlauchboot haft' auf Erden,
    da ist das Schiff am Land.
    Voll Hoffnung die Gefährten:
    Zuflucht im Abendland.
  4. Zu Homs im Krieg geboren
    im Schutt ein Kindelein,
    ging es nun nicht verloren:
    Behütet muss es sein!

Weihnachtssegen

Und nun geht. Geht mit Gottes Segen.
Geht hinein ins Dunkel dieser Nacht.
Spürt in allem, was euch dort begegnet,
die Freude, die euch Gott hat zugedacht.

Also geht. Gehet eure Wege.
Füllt die Erde an mit Zuversicht.
Singet laut an gegen alle Zweifel
von dem, der durch dies Kindlein zu uns spricht.

Doch nun geht. Die Nacht ist voller Wunder.
Das Leben ist erschienen uns im Kind.
Es lässt uns ahnen Licht und Fried und Freude
für alle die, die guten Willens sind.

Das ist für euch

Das ist für euch, die ihr mit Sturmgewehren
und Bomben meint, den Glauben zu verbreiten.
Mit Toten glaubt ihr, euren Gott zu ehren,
mit Unterdrückung wollt ihr ihm den Weg bereiten.
Das ist für euch, die ihr den eignen Glauben
verkennt und ihn für euren Hass missbraucht.
Die ihr Diskurs und Meinung niemals wollt erlauben,
die ihr die Angst, den Hass für eure Macht gebraucht.

Paris

Live-Aufnahme von den "Klängen in der Nacht" am 11.12.2015 (leider qualitativ nicht perfekt)

Erbarm dich, Herr! Herr, erbarme dich!
Erbarm dich, Herr! Herr, erbarme dich!
Erbarm dich über unsre kranke Welt.

Der Frieden ist so ein gar brüchig Ding.
Wir sehnen, beten, zweifeln und wir hoffen,
und sind doch heute leer, sind tief getroffen.
Wir finden in dem Morden keinen Sinn.

Das reichste Land

ein völlig utopisches Märchen

Es war einmal ein Land, das war eines der reichsten der Welt. Den Menschen ging es gut. Sie waren zufrieden mit ihrem Leben, jedenfalls die meisten. Natürlich gab es auch hier Menschen, die sehr reich waren, und andere, die sehr arm waren. Manche, aber nur wenige, hatten kaum genug, um ihre Miete zu bezahlen, geschweige denn, um genug gutes Essen zu kaufen. Doch es war eines der reichsten Länder der Welt, und wer nicht genug zum Leben hatte, bekam Hilfe, nicht viel, aber immerhin.

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