Ich habe ein Buch gelesen

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Ich habe ein Buch gelesen. (Dieses hier)

Ja, genau: Ein echtes Buch. Ihr wisst schon, so mit Papier zum Umblättern. Seit ich meinen Kindle habe, ist das fast nicht mehr vorgekommen. Und was soll ich sagen? Es war wirklich doof.

Dieses Buch, ziemlich dünn (ca. 100 Seiten), also gar nicht so wahnsinnig schwer, war schwierig zu halten. Es klappte dauernd zu, immer musste ich einen Finger in der Mitte haben oder, wenn ich es auf dem Tisch liegen hatte, irgend etwas in die Mitte legen, das die Seiten offen hielt.

Im Bett lesen war auch schwierig: Wie schön kuschelig war das, als meine Frau und ich beide im Kindle schmökerten, mit jeweils eigener Lesebeleuchtung, große Schlafzimmerlampe aus. Nein – ich brauchte volle Beleuchtung. Konnte nicht jede beliebige Leseposition einnehmen, weil dann das Buch im Schatten lag. Außerdem musste ich es die ganze Zeit festhalten, weil wegen Seiten umblättern, siehe oben.

Angeblich riechen ja Bücher irgendwie nach Papier und das ist was richtig Schönes, was so ein E-Book nicht kann. Dieses Buch war etwa zwanzig Jahre alt und roch höchstens ein bisschen staubig. Und die viel gepriesene Haptik? Ach na ja. So ein in Leder eingebundener Kindle ist auch nicht wirklich unhaptisch.

Nächstes Mal kauf ich mir das Buch nochmal als eBook. Und wenn's das nicht gibt, lese ich es wahrscheinlich nicht.

Update 16.2.2017: Inzwischen ist es ein Tolino und kein Kindle mehr ...

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